Das Derby steigt auf dem Helbigplatz: Wacker empfängt Concordia!
Plauen. Viele Schwierigkeiten hat der 1. FC Wacker schon gemeistert. In 118 Jahren Vereinsgeschichte ist die Ost immer wieder aufgestanden. Auch jetzt ist dieser Zusammenhalt gefragt. Vor dem großen Stadtderby am kommenden Samstag (15 UhrHelbigplatz) haben die Verantwortlichen viele Fragezeichen auf der Stirn. Denn das Prestigeduell zwischen Wacker und dem SV Concordia Plauen erfährt zusätzliche Brisanz, weil sich die Ostvorstädter jetzt im Abstiegskampf befinden. Die Frage lautet: Geht Wacker sang- und klanglos unter? Oder besinnt sich die Mannschaft auf den so oft schon beschworenen Wackergeist? Immer wieder hat sich dieser Verein selbst geholfen. Mit Leidenschaft. Durch Teamgeist. Durch das Zusammenrücken.
Zur Situation: Seit einem halben Jahr hat der 1. FC Wacker kein Spiel mehr gewonnen. Nach dem letzten Sieg in der Vogtlandliga am 14. September 2024 gegen den FSV Treuen (1:0) ließen sich die Schwarzgelben durchreichen von Platz 4 auf auf Rang 12. Das ist der letzte Nichtabstiegsplatz. Nur noch 3 Zähler liegt man über dem Strich. Rotschau hingegen startete mit neun sieglosen Spielen in die Saison. Dann blies die SG zur Aufholjagd und die Rotschauer sind jetzt als Vorletzter bis auf drei Zähler an Wacker herangekommen. Dieses Fernduell rückt also von nun an mit in den Fokus. Wacker hat als Team zwei Gesichter. Mal glänzt man stellenweise spielerisch wie ein Topteam der Vogtlandliga. Dann offenbart die Mannschaft eklatante Mängel und leistet sich haarsträubende individuelle Fehler.
Trainer Enrico Perez: „Wir verwandeln stellenweise hochkarätige Chancen nicht. Dadurch verkrampft unsere junge Mannschaft. Und es genügen kleine Nackenschläge, damit wir dann einfach so einknicken. Das muss sich ändern. Wir müssen lernen, unser Ding auch bei Gegenwind durchzuziehen.“ Das Derby zwischen Wacker und Concordia gilt in beiden Vereinen als die Mutter aller Fußballspiele. Es hat eine eigene Kraft. „Ich hoffe einfach, dass wir als Team und als Verein die Wende einleiten und dann mit Schwung in die folgenden Wochen gehen können“, glaubt Enrico Perez an seine Mannschaft. Die letzten sechs Derbys waren jeweils ein ganz knappes Ding. Zu diesem Kopf-an-Kopf-Rennen würde sich die Wacker-Mannschaft über ganz viel Rückendeckung aus dem eigenen Verein freuen.
Vorspiel
Das Ganze hat am Samstag noch ein Vorspiel! In dem stehen sich um 13 Uhr der 1. FC Wacker Plauen II und die TSG Ruppertsgrün gegenüber. Im Spitzenspiel der 1. Kreisklasse erwartet Wacker als Tabellenzweiter den Vierten. Wacker II musste zuletzt eine bittere 1:4-Niederlage beim VfB Pausa-Mühltroff hinnehmen. Nach der dritten Saisonniederlage weiß Trainer Lukas Schönherr, um was es am Samstag (Anstoß 13 Uhr auf dem Helbigplatz) geht. Die Frage lautet: Bleibt Wacker II der Gejagte oder müssen die Ostvorstädter den zweiten Platz bald räumen? „Wenn wir zu lässig und locker ans Werk gehen, wird das bestraft. Der Aufstieg steht als klare Zielsetzung.“ Wacker II hatte zuvor fünf Monate nicht verloren. Aktuell steht Wacker auf dem Aufstiegsrang. Der Vorsprung zum Relegationsplatz ist noch komfortabel. „Aber wir haben bereits im Hinspiel gesehen, wie schwer es zum Beispiel gegen die TSG Ruppertsgrün ist. Unser 2:1-Sieg stand auf des Messers Schneide. Ich hoffe sehr, dass unsere Mannschaft am Samstag wieder über die volle Distanz konzentriert arbeitet.“
Wichtige Zuschauerinformation
Beide Spiele finden am Samstag auf dem Kurt-Helbig-Sportplatz statt. Dort wird inzwischen ein neues Vereinsgebäude errichtet. Durch diese Baustelle kommt es zu einer eingeschränkten Parksituation. Die wenigen Parkplätze auf der Sportanlage werden für die Spieler der 1. und 2. Mannschaft sowie die Schiedsrichter reserviert. Zuschauer werden gebeten, im Umfeld des Kurt-Helbig-Sportplatzes zu parken und dann ein paar Schritte zu Fuß zurückzulegen.
Text: Karsten Repert
Foto: Louisa Vietze (@louma_pictures)